Page versus screen: A phenomenology of contemporary reading

Vortrag von Prof. Dr. Norm Friesen (Boise State University in Idaho, USA)

Wann? 27. September 2021 17.00 bis 19.00 Uhr

Wo? Fakultät 01, Bildungswerkstatt (Präsenzveranstaltung)

Der Vortrag ist unterteilt in folgende Abschnitte:
00:00 Vorstellung und Einführung “Das Lesen”
Vom Rezitieren der Bibel hin zum Lesen
 
07:41 Überblick bzw. Gliederung des Vortrags
 
08:38 Texte in der Literatur

Ein im-Text-Sein, der Text im Buch verändert Lesende. Sie lassen beim Lesen einen Teil von sich zurück und nehmen dabei etwas für sich mit. Durch die Beschreibung von Situationen/Settings in eben nicht allzu hoher Detailliertheit machen sich die Lesenden den Text zu eigen und ‘füllen die Lücken’ mit ihrer Vorstellungskraft.

18:22 Die Verbindung von Inhalt und Materialität bei Texten
Verbindung von Inhalt und Materialität bei Büchern klar vorgegeben. Die Seiten des Buches sind mit dem Text bedruckt. Anders verhält es sich mit Texten auf einem Bildschirm. Dieser kann nicht nur diesen einen Text sondern auch unendlich viele andere Texte, Bilder, Filme, … anzeigen. Der Inhalt ist von der Materialität gelöst.
 
23:45 Fokus und Ablenkung von Bildschirmen
Ohne die Materialität eines Buches kommt es beim Lesen auf einem Bildschirm häufiger zu Ablenkungen. Um diesen entgegen zu wirken, werden unterschiedlichste Strategien gefunden.
 
42:40 Ein anderes Lesen

Lesen wurde losgelöst von religiösen Schriften und moralischen Bedingungen. Lesende/Personen wurden nun mehr als Konsument*innen angesprochen (bspw. Werbung)

53:09 Zusammenfassung

Determinacy, interruptions und Directing attention

 
HINWEIS

Für die interne TH-Köln Nutzung können die Kolloquium 4.0 Vorträge über diesen Link auf der Ilias Plattform aufgerufen werden.

Abstract zum Vortrag 

Reading keeps changing: From a process largely bound to a static context, whether in a book or on a sign or a train schedule, reading has increasingly become a set of practices keeping up with (and also producing) information in networks and on screens. Starting as a kind of art, bound to a religious or aesthetic canon, reading has since been reconceptualized as a set of functional competencies, skills to be mobilized, transferred and deployed in order to navigate ever more complex informational environments. Correspondingly, the question of attention has become increasingly important, particularly in opposition to concerns over inattention and distraction—especially “digital distraction.” While the historical evidence suggests we are today indeed more distracted in our reading than before, attention and its opposite can only be viewed dialectically, as phenomena occurring between subject and (intentional) object, between figure and ground, activity and passivity, etc. In this presentation, Prof. Norm Friesen (Boise State University) works to locate the screen, the page and the commitments of pedagogy itself within this dialectic.